Die North American Menopause Society bestätigt, dass die Hormontherapie nach wie vor die wirksamste Behandlung bei Hitzewallungen und andere Wechseljahrbeschwerden ist.
Seit der letzten Stellungnahme zur Hormontherapie, die 2017 publiziert wurde, gab es wichtige Ergänzungen, die den Nutzen der Hormontherapie-Optionen bei Wechseljahrbeschwerden weiter verdeutlichen. Foto: istock/ Tero Vesalainen
In den 20 Jahren seit der Women's Health Initiative ist die Hormontherapie nach wie vor eines der am heftigsten diskutierten Themen im Zusammenhang mit der Behandlung von belastenden Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen. Um die aktuellsten wissenschaftlich fundierten Informationen zu diesem Thema bereitzustellen, hat die North American Menopause Society (NAMS) eine Stellungnahme zur Hormontherapie im Juli 2022 veröffentlicht.
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Seit der letzten Stellungnahme zur Hormontherapie, die 2017 publiziert wurde, gab es wichtige Ergänzungen, die den Nutzen der Hormontherapie-Optionen bei Wechseljahrbeschwerden bei gleichzeitiger Abwägung der Risiken weiter verdeutlichen. Die NAMS hat dafür die vorhandenen Daten zu Hormontherapien seit 2017 geprüft. Ihr Fazit: Die Hormontherapie ist nach wie vor die wirksamste Behandlung für vasomotorische Symptome (Hitzewallungen, Schweißausbrüche) und das urogenitale Menopausen-Syndrom1 und beugt nachweislich Knochenschwund und Knochenbrüchen vor.
Die wichtigsten Punkte der NAMS-Stellungnahme zur Hormontherapie 2022 sind:
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Die Hormontherapie bleibt die wirksamste Behandlung für vasomotorische Symptome und das urogenitale Menopausensyndrom (GSM), verhindert nachweislich Knochenschwund (Osteoporose) und reduziert so das Risiko für Knochenbrüche.
Die personalisierte Hormontherapie in Absprache mit dem behandelnden Arzt bleibt der wichtigste Schlüssel; unverzichtbar ist eine regelmäßige Neubewertung des medizinischen Status im Sinne von ärztlichen Kontrollen, um die Nutzen-Risiko-Abschätzung laufend anzupassen.
Es gibt offizielle Empfehlungen für die Anwendung zu Dosis, Dauer, Schema und Art der Verabreichung.
Bei den meisten gesunden Frauen mit Wechseljahrbeschwerden, die jünger als 60 Jahre und bei denen seit dem Beginn der Menopause nicht mehr als 10 Jahre vergangen sind, übertreffen die Vorteile einer Hormontherapie die Risiken.
Verabreichungsformen zum Auftragen auf die Haut und niedrigere Dosierungen der Hormontherapie können das Risiko von Blutgerinnsel und Schlaganfällen verringern.
Frauen mit vorzeitiger oder früher Menopause haben ein höheres Risiko für Knochenschwund, Herzerkrankungen und kognitiven oder affektiven Störungen, die mit Östrogenmangel verbunden sind. Es wird empfohlen, dass die Hormontherapie mindestens bis Durchschnittsalter der Menopause eingesetzt werden wird.
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Es gibt nur wenige Daten aus Studien über die Risiken einer längeren Dauer der Hormontherapie bei Frauen im Alter von über 60 Jahren. Beobachtungsstudien deuten jedoch auf ein geringes Brustkrebsrisiko bei längerer Dauer der Hormontherapie hin.
Die Hormontherapie muss bei Frauen im Alter von über 60 Jahren nicht routinemäßig abgesetzt werden und kann bei anhaltendem VMS, bei Problemen mit der Lebensqualität oder zur Vorbeugung von Osteoporose auch über das 65. Lebensjahr fortgesetzt werden – nach angemessener Bewertung und Beratung über Nutzen und Risiken.
Bei Frauen mit urogenitalem Menopausensyndrom können vaginal aufgetragene Östrogene (und bei Bedarf auch in Tablettenform) oder andere nicht-östrogene Therapien bei Bedarf in jedem Alter und für eine längere Dauer eingesetzt werden.
Die 2022 Hormontherapie-Positionserklärung der North American Menopause Society wurde von mehr als 20 angesehenen internationalen Organisationen unterstützt. Sie kann auf der NAMS-Website eingesehen werden.
Zum urogenitalen Menopausen-Syndrom
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1 Östrogenmangel in den Wechseljahren führt nicht nur zu Hitzewallungen und Schlafstörungen. 20 bis 45% der Frauen entwickeln zusätzlich oder nur ein sogenanntes urogenitales Menopausen-Syndrom mit Trockenheit, Brennen und Irritationen in der Scheide, mangelnder Feuchtigkeit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie Harndrang und wiederkehrenden Harnwegsinfekten.
Die zugrunde liegende Zurückbildung der vaginalen Schleimhaut durch den Östrogenmangel kann die Lebensqualität der Frauen erheblich beeinträchtigen. Die langfristige vaginale Anwendung von niedrig dosiertem Östrogen – in Form von Vaginal-Cremes, Zäpfchen – kann diese Beschwerden wirksam lindern. Mehrere Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Anwendung bei gesunden Frauen mit keinen erhöhten Risiken, z.B. für Brustkrebs oder Blutgerinnsel, verbunden ist.
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