Die Wechseljahre markieren eine wichtige Phase im Leben jeder Frau, die nicht nur körperliche Veränderungen mit sich bringt, sondern auch eine Vielzahl an psychischen und emotionalen Herausforderungen. Die hormonelle Umstellung kann starke Auswirkungen auf unsere Psyche haben. Sie äußern sich in Stimmungsschwankungen, Angstzuständen, Reizbarkeit bis hin zu Depressionen.
Dieser Lebensabschnitt ist eine Zeit der Umwälzung, in der Frauen vor verschiedenen Herausforderungen stehen. Nicht nur die hormonelle Belastung, auch soziale und persönliche Faktoren spielen eine große Rolle.
Familiärer Wandel als Chance
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Zeitlich fallen die Wechseljahre oft mit familiären Veränderungen zusammen. Die Kinder sind erwachsen und verlassen das Nest. Plötzlich sieht man eine Ehe oder Partnerschaft mit anderen Augen. Vielleicht hat man sich auseinandergelebt. Sind die Kinder weg, hat man sich oft nichts mehr zu sagen. Es kann sein, dass sich deine Bedürfnisse und Prioritäten innerhalb der Partnerschaft verschoben haben und das führt zu Konflikten oder Unsicherheit. Deine Rolle hat sich plötzlich verändert und damit musst du erst einmal klarkommen. Hier steckt aber auch die Chance auf Freiheit und Entfaltung.
Auf zu neuen, beruflichen Ufern
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Gleichzeitig stellst du möglicherweise deinen beruflichen Weg in Frage. Möchtest du deinen Job wirklich noch 10 oder mehr Jahre ausüben? Die verbleibende Zeit ist zu lange, um etwas auszusitzen. Sehr oft manifestiert sich deshalb der Wunsch nach etwas Neuem. Statistiken zeigen z.B., dass viele Frauen mit 45+ den Sprung in die Selbstständigkeit wagen oder sich beruflich neu orientieren. In dieser Umbruchstimmung wird vieles in Frage gestellt, was jahrelang in Ordnung war.
Gesundheit – körperliche Symptome
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Körperliche Beschwerden machen sich rund um die Menopause bemerkbar. Es wird schwieriger, das Gewicht zu halten. Lästige Kilos setzen sich vorwiegend am Bauch fest und man wird sie kaum mehr los. Haarausfall, Blasenschwäche, Hitzewallungen und immer weniger Lust auf Sex gehören zu den meistgenannten Symptomen der Wechseljahre. Manche dieser Beschwerden können Frauen schwer zusetzen.
Als wäre das noch nicht genug, treten durch die hormonellen Veränderungen oft Schlafstörungen auf. Zu wenig Regeneration und zu wenig Schlaf führen zu Reizbarkeit, Konzentrationsproblemen und schlechter Stimmung bis hin zu Depressionen.
Du bist nicht allein
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Es ist wichtig, dir klarzumachen, dass alle diese Herausforderungen im Zusammenhang mit den Wechseljahren normal sind und viele Frauen in ähnlicher Weise betreffen. Hol dir Unterstützung durch Freunde und Familie und tausche dich mit anderen Frauen aus, denen es genauso geht wie dir. Auch professionelle Hilfe in Form von Gesprächstherapie kann hilfreich sein.
Schau auf dich! Gesunde Lebens- und Essgewohnheiten sind jetzt wichtiger denn je. Plane regelmäßige Bewegung ein und achte auf ausgewogene Ernährung. Stressmanagement-Techniken können deine psychische Gesundheit während der Wechseljahre unterstützen.
Natürliche Antidepressiva
Hilfe kommt auch aus der Natur. Zu den pflanzlichen Stimmungsaufhellern gehören z.B. Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Lavendel und Safran.
Falls du Safran bisher nur aus der Küche kennst, lohnt sich ein zweiter Blick. Safran macht nicht nur Kuchen gelb, sondern ist ein Sonnenschein für deine Stimmung. Klinische Studien zeigen, dass die Arzneipflanze antidepressiv, angstlösend und beruhigend wirkt. Vor allem Crocine (Farbstoffe aus der Klasse der Carotinoide) und der Aromastoff Safranal sind als wichtigste bioaktive Stoffe für diese Wirkung verantwortlich.
Mein Tipp zum Schluss:
Es ist völlig in Ordnung, Hilfe und Unterstützung zu suchen. Egal, ob du dich für Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente oder Therapien entscheidest: keine Frau muss leiden oder etwas durchstehen. Achte auf die Bedürfnisse deines Körpers und deiner Psyche!
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