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Demenz vorbeugen: Diese Gewohnheiten machen den Unterschied

Geistig fit bleiben bis ins hohe Alter: Welche Gewohnheiten nachweislich vor Demenz schützen und wie du dein Risiko minimieren kannst.

Altern ohne geistigen Verfall? Das ist keine Ausnahme, sondern der Normalfall. Trotzdem ist die Angst vor Demenz weit verbreitet. Besonders Frauen in der zweiten Lebenshälfte sorgen sich um ihr Gedächtnis – nicht zuletzt, weil die Wechseljahre mit hormonellen Veränderungen einhergehen, die sich auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken können.  

Doch die Wahrheit ist: Nicht das Altern an sich ist das Problem – sondern unser Blick darauf. Die meisten Menschen erleben ihr hohes nämlich Alter ohne Demenz. Laut der WHO sind weltweit etwa nur 1% der 60-64-Jährigen betroffen – zwar steigt das Risiko mit dem Alter, aber nicht so sehr, wie viele glauben: Mit Ende 70 haben immer noch über 90 % einen wachen Geist. Trotzdem überschätzen viele ihr persönliches Risiko, was zu unnötiger Angst führt: Denn mit der richtigen Lebensweise kannst du die Chancen noch weiter zu deinen Gunsten drehen. Es gibt viele Möglichkeiten, aktiv vorzubeugen – dein Lebensstil macht den Unterschied! 

Übrigens: Demenz ist ein Überbegriff für verschiedene Erkrankungen, die das Gehirn beeinträchtigen. Die bekannteste Form ist Alzheimer, die vor allem durch Gedächtnisverlust und Orientierungsschwierigkeiten gekennzeichnet ist. Andere Formen, wie die vaskuläre Demenz, entstehen durch Durchblutungsstörungen. Wichtig zu wissen: Demenz gehört nicht automatisch zum Älterwerden! 

Demenz ist kein unausweichliches Schicksal  

Ja, es gibt Faktoren, die wir nicht beeinflussen können, wie genetische Veranlagung oder frühe Bildungsprozesse. Doch es gibt genauso viele Stellschrauben, an denen wir drehen können. Frauen in der Lebensmitte haben hier eine besondere Chance: Wer aktiv bleibt, sein Gehirn fordert und sich sozial integriert, hat deutlich bessere Chancen auf geistige Fitness bis ins hohe Alter.  

Warum Nonnen seltener an Demenz erkranken  

Die berühmte Nonnenstudie zeigt: Ein aktives, sinnerfülltes Leben mit viel geistiger Stimulation ist ein Jungbrunnen fürs Gehirn. So erkrankten Nonnen, die regelmäßig schreiben, unterrichten und sich austauschen, seltener – selbst wenn ihre Gehirne typische Alzheimer-Merkmale aufwiesen. Entscheidend war nicht nur die Bildung selbst, sondern die kontinuierliche geistige Aktivität und der starke soziale Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft. Ein inspirierendes Beispiel dafür, wie lebenslanges Lernen und ein aktives Leben unser Gehirn schützen können. 

Diese Faktoren beeinflussen dein Demenzrisiko 

Weniger kontrollierbar: 

  • Genetik: Manche Gene erhöhen das Risiko, doch selbst mit einer genetischen Veranlagung lässt sich viel tun. 
  • Krankheiten: Diabetes, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen können das Risiko erhöhen, wenn sie unbehandelt bleiben. 
  • Frühe Bildung: Kinder, die in jungen Jahren wenig Förderung erfahren, haben später ein höheres Risiko für kognitive Einschränkungen. 

Kontrollierbar: 

  • Lebensstil und Umwelt  
  • Soziale Kontakte 
  • Berufliche Erfüllung 
  • Geistige Herausforderungen  
  • Positive Altersbilder: Wer sich selbst als geistig fit wahrnimmt, hat bessere Chancen, es auch zu bleiben. Und andersherum: Wer glaubt, mit dem Alter geistig abzubauen, erlebt ebendies häufiger. 

Wie du dein Demenzrisiko senkst  

Die WHO nennt in ihrem Global Status Report 2021 fünf Schlüssel-Faktoren zur Prävention: 

  1. Gemeinschaft pflegen: Einsamkeit ist ein Risikofaktor für Demenz. Wer sich regelmäßig mit anderen austauscht, bleibt geistig fitter! Regelmäßige Treffen mit Freundinnen, Netzwerke für Frauen in der Lebensmitte oder gemeinsame Aktivitäten stärken nicht nur das emotionale Wohlbefinden, sondern auch die geistigen Fähigkeiten.

  2. Sinn im Leben finden: Frauen, die sich neu orientieren, sei es durch einen späten Karriereschritt, künstlerische Projekte oder ehrenamtliches Engagement, bleiben geistig und emotional stabiler. Wer einen Garten pflegt, ein Buch schreibt oder eine Reise plant, gibt seinem Alltag Bedeutung.

  3. Lebensfreude kultivieren: Ein positives Altersbild schützt das Gehirn. Wer das Altern als natürliche Phase annimmt und sich auf die Vorteile konzentriert, bleibt geistig gesünder. Freude an kleinen Dingen, Dankbarkeit und Humor tragen dazu bei, Stress abzubauen und die mentale Gesundheit zu stärken.

  4. Lebenslanges Lernen: Neues lernen, lesen, spielen – das Gehirn liebt Abwechslung! Wer sich neuen Herausforderungen stellt, hält seine geistige Flexibilität aufrecht. Wann hast du das letzte Mal eine neue Fähigkeit erlernt – sei es eine Sprache, ein Instrument oder eine neue Sportart? Auch regelmäßiges Lesen und kritisches Denken helfen, Demenz vorzubeugen.

  5. Gesunder Lebensstil: Eine Ernährung mit viel frischem Gemüse, gesunden Fetten und Omega-3-Fettsäuren fördert die Hirnfunktion. Bewegung – eine Mischung aus Kraft- und Ausdauertraining – verbessert die Durchblutung und schützt die Nervenzellen. Gerade in den Wechseljahren ist es wichtig, den Stoffwechsel zu unterstützen und Entzündungen vorzubeugen.

Fazit: Der Demenz lässt sich vorbeugen!  

Wer sich nicht von negativen Klischees leiten lässt, neue Herausforderungen annimmt und gezielt auf seine geistige Gesundheit achtet, hat beste Chancen auf ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben – bis ins hohe Alter! 


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